Dubai – Urlaub zum entspannen und gucken! Teil 1

An manchen Tagen hat man wenig Zeit etwas zu schreiben und dafür an anderen umso mehr. Heute fällt es mir nach einem anstrengenden Tag und einem halben Liter Bier doch enorm flott von der Hand meinen lang ersehnten Urlaub niederzuschreiben. Der erste echte Urlaub seit mehreren Jahren und wie ich finde damit dann auch wohlverdient :-) Ich hatte in den Tagen vor dem Urlaub meinen Schlafrhythmus schon ein wenig angepasst, um in Dubai nicht ganz aus der Bahn geworfen zu werden. Die Uhr wird in Dubai 2 Stunden vorgestellt. Mehr nicht. Auch Sommer und Winterzeit entfallen dort. Aber das etwas frühere zu Bett gehen hat sich eigentlich nicht gelohnt. Dazu aber später mehr.

1. Tag – Mittwoch
Am Abreisetag hatten wir eigentlich wirklich schönes Wetter in Deutschland. Erste Zweifel kamen auf ob man die Sonnenstrahlen nicht noch mitnehmen sollte und dann erst losfliegen. Aber ein so großer Flieger wartet ja nun mal nicht. Wir sind dann zu dem Entschluss gekommen, dass die arabische Schwester Sonne uns besser gefallen würde. Die Fahrt zum Flughafen Düsseldorf verlief überraschend stressfrei. Kein Stau oder Unfall weit und breit zu sehen. Gut so! Das bedeutet überpünktlich am Airpark in Düsseldorf angekommen. Das Parken im Airpark war ok. Der Platzeinweiser hat uns mit dem Fahrrad zum vorgesehenen Parkplatz gebracht. Dabei ist er nicht gerade Jan Ulrich Stimmung verfallen. Tuckern war angesagt. Der gute Mann war auch schon ein paar Tage älter. Der durfte das also. Das Bus Shuttle vom Airpark hat uns dann direkt zum Terminal gefahren. Der Transfer ist in den Parkgebühren inklusive. Der richtige Check In Schalter war schnell gefunden. Dank dem Online-Check-In System bei Emirates, dauerte das ganze Prozedere nur 3 Minuten und die Koffer waren weg. Dank unseres guten Zeitpolsters konnten wir noch ein wenig durch die Duty Free Läden schlendern und noch den ein oder anderen Kaffee und Knabbereien zu uns nehmen. IMG_2581Die „Sky Bar“ hat sich hervorragend zum Flugzeuge gucken herausgestellt, sodass wir dort etwas länger verweilten. Nach der doch sehr entspannten Ankunft und dem Ausruhen in der Sky-Bar ging es dann zum Boarding. Passkontrolle mit menschlichem Verbrecher Foto Scan und schwupp schon im Flugzeug (ein Airbus A330-200). Ca. 21:30, der Start war sanft und die Nacht sollte es dann auch werden. So hatte ich es mir zu mindestens vorgestellt. Doch weit gefehlt. Geschlagene 3,5 Stunden hatten wir Kindergeschrei im Flugzeug. Trotz Bespaßung durch Mama, Papa und Flugbegleiterin keine Ruhe. Bei einer Flugzeit von 6,5 Stunden ging so enorm viel Schlafzeit verloren. Damit war meine Schlafrhythmus Taktik voll dahin. Dieses Kindergeschrei sollte uns aber noch den gesamten Urlaub verfolgen. Nach dem Start gab es dann relativ zügig ein Abendessen im Flieger, das für eine erwärmte Mahlzeit gar nicht so verkehrt war.

2. Tag – Donnerstag
Unsere Ankunft um ca. 6 Uhr morgens am Terminal 3 war spannend. Zu allererst gab es wirkliche große Verwirrung, ob wir ohne Visum in die Vereinigten Arabischen Emirate einreisen dürfen. Viele Ausländer müssen zuerst das Visum beantragen bzw. ausfüllen und erst dann durch die Zoll Kontrolle. Trotz dieser Verwirrung haben wir uns einfach mal angestellt und gewartet was passiert. Deutsche halt nech :-) In der Schlange hat ein Beamter dann noch ein wenig vorsortiert. Wir durften zum Glück in der Warteschlangen verweilen. Wir hatten einen netten Empfang vom Beamten der die Pässe kontrolliert. „Die Jungs“ haben es sich übrigens nicht nehmen lassen alle Gäste in der traditionellen Scheich Kutte zu empfangen. Vor uns war ein wohl leicht alkoholisierter und müder Mann. Den möchte der Beamte leider überhaupt nicht und hat sich wahnsinnig über den Alkoholgeruch aufgeregt. Andere Länder andere Sitten sag ich da nur. „You have to accept the rules in our country“ war ja mal nen klares Statement von ihm :-) Die Spannung steigt. Koffer alle da. Puh Glück gehabt. Dann das Warten auf den Transfer vom Flughafen zum Hotel. Gibt es den Transfer überhaupt. Ja. Ein Reisebegleiter von mehreren Anbietern (5vorFlug) die alle augenscheinlich unter einer Decke Stecken hat uns einen Fahrer zugewiesen der uns dann zum Hotel gebracht hat. Diese kleinen chinesischen Reisbomber mit denen der Transfer statt findet haben somit auch Ihre Daseins Berechtigung. Nach einer Fahrt von einer halben bis dreiviertel Stunde konnten wir dann endlich im Hotel einchecken. Wow! So viel geile Sachen im Hotel, da mussten wir erst einmal alles inkl. den Pool Bereich erkunden, bevor wir dann das erste Frühstück im Hotel eingenommen haben. Wir hatten Halbpension gebucht. Das Essen ist in dem „Ibn Battuta Gate“ Hotel, das der Mövenpick Gruppe gehört, wirklich zu empfehlen. Direkt gegenüber von dem Hotel war dann die Ibn Battuta Mall, die wir natürlich auch erst einmal erkunden mussten. Alleine die Erkundung hat fast eine Stunde gedauert. Da waren wir aber noch nicht einmal in einem Laden. So viele tolle Sachen und vor allem so viel Prunk in allen Ecken und Kanten. Unzählige Details in der Mall die so niemals in Deutschland gebaut worden wäre. Da stehen dann auch schon mal ganze Schiffe in der Übergangshalle. Die Mall und das Hotel haben Ihren Namen übrigens von Abu Abdullah Muhammad Ibn Battuta, er war ein berberischer Forschungsreisender des 14. Jahrhunderts. Mit 21 Jahren ging er auf muslimische Pilgerfahrt nach Mekka. Nachdem er diese abgeschlossen hatte, reiste er jedoch weiter, wobei er mehr als 120.000 Kilometer durch die gesamte islamische Welt und darüber hinaus zurücklegte. Gegen frühen Nachmittag haben wir uns dann vom Hotel mit dem organisierten Transfer zum Strand bringen lassen. dubai006Der Ocean Beach Club ist extra für alle Mövenpick Hotels eingerichtet und befindet sich auf der ersten künstlichen Palme. Das Angebot ist für die Mövenpick Gäste kostenlos. Das Ding ist der Wahnsinn. Man hat den direkten Blick auf die komplette Skyline der Stadt! Dabei hat man die Wahl ob man im Schwimmbecken eine Runde drehen oder das Meerwasser genießen möchte. Neben Getränken gibt es natürlich auch die üblichen Snacks und Knabbereien. Nach ein paar Stunden chillen und leichtem dösen haben wir uns mit dem Reisbomber wieder zum Hotel bringen lassen. Dann haben wir uns wieder kurz in der Ibn Battuta Mall eingefunden um uns ein wenig mit Dubai Dollars einzudecken. So haben wir das Geld dort genannt. Normalerweise heißt die Währung Dirham. Wird genauso gesprochen wie es geschrieben ist. Dann musste ich am ersten Abend gleich eine Härteprüfung ablegen. Im Restaurant gab es an diesem Abend „Seafood“. Und da ich so gut wie alles meide was aus dem Wasser kommt, war das mal eine Herausforderung. Also über den eigenen Schatten gesprungen und wirklich alles probiert was da so rum lag. Ich bin seit dem gegenüber Krabbenfleisch gar nicht mehr so abgeneigt. Um nicht zu sagen, das war lecker.

3. Tag – Freitag
Überraschung: Der Freitag ist in den vereinigten Arabischen Emiraten eigentlich ein Ruhetag. Da ist fast kompletter Stillstand. Die Metro und alle Malls machen erst sehr spät auf. Beim Frühstück im Hotel war der Bär los. Wir mussten nur kurz auf ein freies Plätzchen warten. Wenn wir jeden Morgen auf das Frühstück warten müssen und das Hotel so dermaßen ausgebucht ist dann aber mal Prost. Aber zum Glück war das alles nur auf den „Sonntag“ zurück zu führen. Am Abend zuvor saß ein Rentner Ehepaar neben uns am Tisch, das uns wohl beobachtet hatte aber kein Wort mit denen gewechselt. Da wir einen Tisch für 4 Personen zugewiesen bekommen haben, haben Sie uns Spontan angesprochen ob die beiden Plätze noch frei wären. Ja klar! Großer Fehler, dann ging das Urlaubs geprahle auch schon los. Wir waren schon hier und da und überall. Bloß schnell weg :-) Da die Metro zu dieser „frühen“ Morgenstunde noch geschlossen hatte, sind wir mit dem Taxi zur Skihalle in die „Mall of the Emirates“ gefahren. Eine Viertelstunde später und 3 Euro ärmer (haha) wieder eine Wahnsinns Shopping Mall mit allem drum und dran. Highlight in der Mall war die Indoor-Skihalle. Mitten in der Wüste und im Schnitt 40 Grad Außentemperatur eigentlich schon mehr als Dekadent. Im Übrigen spielen Energiekosten in diesem Land absolut keine Rolle. Hinzu kommt das automatische Bewässerungssystem. Vor jeder Mall und an vielen guten Hotels (also jedes) sprießen nur so die Blümchen in den Himmel. Das sich die Blumen dort überhaupt halten ist ein Wunder. Hier in Deutschland bewegt es sich in Sachen Energie ja zum Glück gerade etwas in die richtige Richtung. Weg von fossilen Brennstoffen und Atomenergie hin zu erneuerbaren Energien. Genug geshoppt. Raus aus der Mall. Nachdem wir einmal um das komplette Gebäude umzu gegangen sind und einen Bus oder dergleichen gesucht haben, sind wir letztendlich doch wieder ins Taxi gestiegen um zum Burj Al Arab zu fahren. Übersetzt heißt das dann Turm der Araber. Das Hotel ist eigentlich das Aushängeschild Dubais, mit dem fast alles begonnen hat. IMG_2674Der Burj Al Arab ist schon sehr eindrucksvoll, das angrenzende Jumeirah Beach Hotel hat es ebenfalls in sich. Die komplette Anlage macht von außen einen wirklich guten Eindruck. Per Zufall sind wir auf die Big Bus Tour aufmerksam geworden. Eine Bus Tour durch die komplette Stadt mit einem Audioguide, der bei entsprechenden Highlights einem etwas über die entsprechende Sehenswürdigkeit erzählt. Der Bus hat uns dann zur einer weiteren SUPER-Mall in Dubai gebracht. The Dubai Mall. Das Ding ist einfach nur riesig und steht direkt am Burj Khalifa. Dort ausgestiegen haben wir uns dann noch ein wenig die Umgebung des höchsten Gebäude dieser Erde angesehen. Nette kleine Kneipen und Restaurants luden eigentlich zum Verweilen ein. Wir haben uns dann aber doch entschieden die Big Bus Tour weiter zu nutzen, da das Bus Ticket nur 24 Stunden gültig war. Es beinhaltete 2 Stadt Touren und eine Hafenrundfahrt. Alles kann man unmöglich an einem Tag schaffen. Der Bus hat uns dann an einer Metro Station abgesetzt. Von da aus sind wir dann das erste Mal mit der Metro zurück zur Heimat Station gefahren. Vorsichtshalber haben wir nicht den Computer Schalter genommen, sondern den Schalter mit einem echten Mitarbeiter. Den Abend haben wir dann schön im Restaurant ausklingen lassen. Ausnahmsweise gab es mal keinen Fisch ;-) Aber wieder nur leckere tolle Gerichte. So viel Nachspeise wie die Köche da immer aufgetragen haben, kann ein ganzes Hotel gar nicht verdrücken. Wahnsinn!

Den zweiten Teil dieses Postings findet ihr hier. Alle Fotos gibt es wie immer im Picasaweb Album.

Sebastian

Der Author ist seit 1996 mit dem Virus namens Computer infiziert. 1998 kam ein neuer Virus namens Internet hinzu. Bis heute sind beide Viren unheilbar und tief im Author verwurzelt. Über Praktika im Jahr 2000 in der Systemintegration ging es 2002 mit einer Ausbildung als Anwendungsentwickler weiter. Im Jahre 2008 dann die Selbstständigkeit im Bereich Internet bzw. Online Marketing die auch immer noch anhält.

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